[ antworten ] Drei Leben, kein Trost (31.81 Kb, 1199 x 644) 1775957964648.webp !ADMIN 12.04.26 (So) 01:39 Nr.149 !ADMIN 12.04.26 (So) 01:39 Nr.149 Frühe Computerspiele als Schule der Härte Schon in den 80er Jahren war der Computerspieler nicht selten ein eigentümlicher Charakter. Stellen wir uns ein Kind vor, das The Great Giana Sisters spielte. Es setzte sich nicht nur freiwillig, sondern begierig vor einen Amiga 500, der weder Trost noch Schonung bot. Das Spiel erklärte wenig, verzieh wenig und schenkte fast nichts. Wer den Sprung verfehlte, fiel. Drei Leben, ein paar Versuche, dann zurück an den Anfang. Viel mehr Pädagogik war nicht vorgesehen. Im Super Mario Bros.-Handbuch steht dieselbe Welt in einer Nüchternheit, die heute beinahe unhöflich wirkt: Treffer, Absturz oder Zeitablauf kosten ein Leben; sind keine Leben mehr übrig, ist es vorbei. Mario erklärte nicht, warum man scheiterte. Mario zählte nur nach. Auch die Spielsituation war karg: kein Chat, keine Mitspieler, keine soziale Abfederung, nur Bildschirm, Joystick, Regel und Sanktion. Das machte die Erfahrung untröstlicher und unbegleiteter als vieles, was Spielen heute umgibt. Dieser Spielertypus gehört jedoch nicht nur in diese Zeit. Er taucht überall dort wieder auf, wo klassische Computerspiele Widerstand nicht glätten, sondern organisieren. Das Gerät vor ihm ist kein pädagogischer Begleiter, sondern eine kalte Ordnung aus Regeln, Zeitdruck, Fallen und Strafe. Wer vor solchen Titeln sitzt, lernt nicht Entfaltung, sondern Begrenzung. Das Spiel sagt nicht: Du gibst dir Mühe. Es sagt: Das genügt nicht. Wer in Mario oder Giana Sisters den Sprung verfehlt, fällt. So schlicht ist das. Gerade deshalb trifft es. Der Fehler wird nicht erläutert. Er wird vollstreckt. Niederlage ist hier kein Nebeneffekt. Sie ist das Grundmedium. Darin liegt die Psychologie dieser Spiele. Sie sind nicht einfach schwer. Sie machen aus Schwierigkeit eine Form der Bindung. Jesper Juul hat das in seinem Buch The Art of Failure präzise formuliert: „when you fail in a game, you (not a character) are in some way inadequate. Yet games also motivate us to play more, in order to escape that inadequacy“. Es scheitert nicht nur die Figur. Der Spieler erfährt sich selbst als ungenügend. Genau diese Kränkung treibt ihn zurück ins Spiel. Er kehrt nicht wieder, obwohl ihn die Niederlage trifft, sondern weil sie ihn trifft. Sie kratzt am Ehrgeiz. Sie macht aus dem nächsten Versuch keine bloße Wiederholung. Sie verlangt Korrektur. Der Spieler erleidet diese Härte nicht nur. Er liest sie. Härte heißt hier: Widerstand mit Form. Hinter dem Frust liegt eine Struktur, hinter der Niederlage ein Muster. Der Fehlsprung ist nicht einfach Pech. Er ist ein Urteil, aus dem man lernen kann. Wer gewinnen will, muss das Spiel besser lesen, Distanzen taxieren, Rhythmen erkennen, die eigene Bewegung disziplinieren. Verlieren stachelt nicht nur zur Hartnäckigkeit an. Es erzwingt Präzision. Nur wer klarer sieht, reagiert besser. Nur wer besser reagiert, gewinnt. Darum ist das Spielen klassischer Titel psychologisch bedeutsamer, als man heute oft wahrhaben will. Härte ist hier kein Defekt. Sie ist das Prinzip. Diese Spiele erzwingen Aufmerksamkeit. Wer immer wieder verliert, lernt, Muster zu erkennen, Abstände einzuschätzen, Rhythmen zu lesen und die eigene innere Unordnung zu beherrschen: Hast, Gier, Angst, Panik, Übermut. Gefordert werden Wahrnehmung, Geduld und Selbstdisziplin. Es ist eine kleine Schule der Askese. Die Forschung stützt das. Ryan, Rigby und Przybylski arbeiten in ihrem Aufsatz von 2006 heraus, dass Spiele besonders dann fesseln, wenn sie Kompetenz und Autonomie erfahrbar machen. Kompetenz liegt auf der Hand: Man scheitert, übt, verbessert sich. Autonomie liegt tiefer. Sie besteht nicht im Fehlen von Regeln. Sie besteht in freiwilliger Unterwerfung unter sie und in eigenem Handeln innerhalb dieser Ordnung: noch ein Versuch, noch ein Risiko, noch ein Anlauf. Gerade für Jugendliche ist das bedeutsam. Denn in dieser Lebensphase wächst der Wunsch nach Eigenständigkeit, während Schule, Elternhaus und Alltag sie oft nur knapp und widersprüchlich gewähren. Spiele boten hier oft mehr Klarheit: unmittelbare Rückmeldung, sichtbare Verbesserung, Selbstwirksamkeit. Allen und Kollegen legen in ihrer Studie von 2018 zudem nahe, dass Spiele besonders attraktiv werden, wenn psychologische Bedürfnisse im wirklichen Leben unbefriedigt oder frustriert bleiben. Der Bildschirm ist dann mehr als Zerstreuung. Er wird zu einem Ort verdichteter Wirksamkeit. Der Konferenzbeitrag The Struggle is Spiel beschreibt Erfolg und Scheitern als zusammengehörig: vorläufiges, wiederholtes Scheitern ist oft nicht das Gegenteil des Erfolgs. Es ist sein Rohstoff. Ein weiterer Konferenzbeitrag, Slow down and look, hebt hervor, dass Misserfolg Aufmerksamkeit, Lernen und genaueres Hinsehen fördern kann. Und die empirische Fachstudie How players who enjoy challenging games persist after failure rückt einen weiteren Punkt ins Zentrum: Beharrlichkeit nach Niederlagen hängt mit Wachstumsorientierung, Meisterschaftsstreben, Akzeptanz von Schwierigkeit und Selbstwirksamkeit zusammen. Nur wo man tatsächlich scheitern kann, gewinnt Erfolg Gewicht. Erfolg ohne echtes Risiko bleibt flach. Leichtigkeit entwertet den Triumph. Erst Widerstand gibt dem Gelingen Schwere. Darum liegt die Vermutung nahe, dass solche Spiele Widerstandsfähigkeit einüben. Sie zwingen zu regelgebundenem Scheitern: neu ansetzen, schärfer hinsehen, das eigene Verhalten korrigieren. Das beweist nichts Endgültiges. Aber es spricht für Frustrationstoleranz, Beharrlichkeit und Wiederanlauf. Und hier beginnt das Unbequeme. Eine Kultur, die Kinder und Jugendliche fortwährend(…) Text gekürzt. mehr... [ Seitenanfang ]
[ antworten ] Kufiya, Krach und Kulturschutt (2.36 Mb, 1024 x 1024) 1775520284894.png !ADMIN 07.04.26 (Di) 00:04 Nr.147 !ADMIN 07.04.26 (Di) 00:04 Nr.147 Warum zwischen Nirvana und Pavement mehr über die Gegenwart zu lernen ist als auf mancher Demo >>131 Neulich standen sich auf einer zum Empfang von Francesca Albanese geplanten Demonstration pro-palästinensische und pro-israelische Lager gegenüber, getrennt durch einen Zaun, verbunden nur durch Megafone und wechselseitige Verachtung. Die einen schrien „Nazis“, die anderen „Faschisten“ zurück. Kufiya-Tücher, Flaggen, Sprechchöre, Feindmarkierung: Das Ganze hatte etwas Beklemmendes und zugleich etwas Peinliches, weil es dem Politischen den Ernst zuschrieb, in seiner Form aber der Popkultur erschreckend ähnlich sah. Nicht in der Sache, die real und blutig ist. Aber in der Art der Austragung: starke Zeichen, starke Rollen, starke Wörter, maximale Erregung. Jeder Begriff war aufgeladen, jeder Ruf moralisch klar, jede Seite restlos sicher, im Besitz des Guten zu sein. Und doch war das Auffälligste nicht der Ernst, sondern die Leere. Das war ein Ritual der Erregung: viel Affekt, wenig Klärung. Solche Szenen sind nicht die ganze Gegenwart, aber sie zeigen sie in zugespitzter Form. Wörter werden dort nicht zuerst benutzt, um etwas zu prüfen, sondern um Lager zu markieren. „Faschismus“, „Genozid“, „Kolonialismus“, „Terrorstaat“: alles Begriffe, die man unterscheiden, einhegen, begründen müsste, die im öffentlichen Gebrüll aber oft nur noch als Geschosse fungieren. Sie sollen nicht präzisieren, sondern treffen. Nicht aufklären, sondern aufheizen. Das ist nicht deshalb schlimm, weil Slogans an sich verwerflich wären. Jede politische Bewegung braucht Verdichtung, Wiedererkennung, Mobilisierung. Problematisch wird es dort, wo der Slogan die Debatte nicht ergänzt, sondern ersetzt — und dabei noch so tut, als wäre er bereits Erkenntnis. Dasselbe Muster zeigte sich in den letzten Tagen auch bei den Ostermärschen. Der Ruf nach Frieden ist zunächst ehrenwert, manchmal sogar überfällig. Aber auch er kippt rasch in Pose, wenn die Härte der Wirklichkeit nur noch mit gut klingenden Kurzformeln beantwortet wird. Dann marschieren sehr verschiedene Milieus unter derselben Vokabel, und je allgemeiner die Parole, desto leichter lässt sie sich vereinnahmen — von Naivität, von Ressentiment, von Nahost-Projektionen, von Leuten in Kufiya und von denen, die jede Abwägung schon für Verrat halten. Frieden wird dann nicht erarbeitet, sondern beschworen. Gerade das ist oft das Problem. Die Ostermärsche 2026 standen erneut im Zeichen allgemeiner Friedensforderungen und scharfer Kritik an Aufrüstung und Kriegspolitik; in dieser weiten Losungslage liegt genau jene Anfälligkeit für politische Überladung. Vielleicht kann man aus der Popkultur etwas darüber lernen. Nicht, weil sie klüger wäre. Sondern weil sie ähnliche Mechanismen früher, offener und oft ehrlicher thematisiert hat: wie Kränkung zur Pose wird, wie Wiederholung Bedeutung simuliert, wie Stil und Wucht einen Wahrheitsüberschuss vortäuschen, den sie gar nicht einlösen. Pop ist in dieser Hinsicht oft schamloser als Politik. Gerade deshalb ist er manchmal aufschlussreicher. Dazu passt, dass gestern wieder an Kurt Cobains Tod erinnert wurde. Am 5. April jährte sich sein Suizid, und zuverlässig sprang die sozial-mediale Gedenkmaschine an: der leidende Wahrhaftige, der kaputte Heilige des Grunge, die letzte große Figur eines Ernstes, den man heute angeblich verloren hat. Pop kann seine Toten nicht in Ruhe lassen. Er macht aus ihnen Dauersignale. Gerade Cobain eignet sich dafür perfekt, weil sein Schmerz offenkundig echt war und sich gerade deshalb so gut weiterverwerten lässt. Eine Zeile wie „When I was an alien, cultures weren’t opinions“ zeigt das Problem in konzentrierter Form. Das klingt sofort tief. Kulturen seien nicht bloß Ansichten, nicht bloß Lifestyle, nicht bloß die dekorativen Meinungen eines liberalen Supermarkts, sondern echte Zwänge, echte Prägungen, echte Ordnungen. Das trifft etwas. Und doch lebt die Zeile nicht von begrifflicher Genauigkeit, sondern von affektiver Verdichtung. Sie klingt wie ein verletzter Gegenschlag. Hier spricht nicht bloß ein Beobachter, sondern einer, der sich zum Fremden gemacht fühlt und von dort aus beleidigt zurückschlägt. Gerade deshalb hat der Satz Wucht. Aber genau darin liegt auch seine Grenze: Er liefert eine starke Formulierung, aber keinerlei Klärung. Das ist kein Mangel von Nirvana, sondern ein Teil ihrer Stärke. Popmusik muss nicht die Arbeit eines Arguments erledigen. Sie darf überziehen, bündeln, verzerren. Nur sollte man Wirkung nicht mit Erkenntnis verwechseln. Affekt ist noch kein Gedanke. Er kann etwas treffen, manchmal sogar sehr genau. Aber er ersetzt nicht die Arbeit der Unterscheidung. Genau diese Verwechslung prägt heute den öffentlichen Ton. Wer stark klingt, gilt schon als tief. Wer maximal empört ist, gilt schon als moralisch präzise. Wer das schärfste Wort hat, gewinnt das Bild. Nirvana sind dafür interessant, weil sie diesen Mechanismus nicht einfach blind reproduzieren, sondern mit ausstellen. „Smells Like Teen Spirit“ ist ein Song über das Spektakel, der selbst zu einem der größten Spektakel der Popgeschichte wurde. „Here we are now, entertain us“ ist Publikumsbefehl, Selbstverachtung und Konsumgeständnis in einer einzigen Hook. Der Song greift Entertainment nicht von außen an. Er wird ein unwiderstehliches Entertainmentprodukt und zeigt gerade dadurch, wie unersättlich das Publikum nach Reiz verlangt(…) Text gekürzt. mehr... [ Seitenanfang ]
[ antworten ] The caliphate (74.03 Kb, 512 x 325) 1775384391027.jpg Anonymous 05.04.26 (So) 10:19 Nr.143 Anonymous 05.04.26 (So) 10:19 Nr.143 >> Anonymous 05.04.26 (So) 10:34 Nr.145 (YouTube, 320 x 180) YouTube ▶ https://www.youtube.com/watch?v=zLqheNVT_4M >> Anonymous 05.04.26 (So) 11:35 Nr.146 >>145 was sagt ChatGPT dazu? Die Autorin: Kellie-Jay Keen-Minshull, auch Posie Parker, präsentiert sich selbst als Frauenrechtsaktivistin. Ihre eigenen Seiten definieren Frauenrechte ausdrücklich als Rechte von „adult human females“, also biologisch verstandenen Frauen. Ihre Organisation Let Women Speak und die Party of Women bauen darauf ihr gesamtes Programm auf: biologische Zweigeschlechtlichkeit, Ablehnung von „gender identity“ als Rechtskategorie, Kampagnen gegen die Gender Recognition Act-Reform und inzwischen auch gegen den Equality Act in seiner heutigen Form. Die Gegenargumente zum "The Caliphate" Trailer: Erstens ist „britisches Kalifat“ offenkundig eine dramatisierende Metapher, keine realistische Kurzfristprognose. Demografisch ist die Behauptung schlicht weit überzogen; aus einer muslimischen Minderheit von 6,5 % folgt kein plausibles Szenario einer baldigen islamistischen Machtübernahme. Zweitens verwischt diese Erzählung den Unterschied zwischen Muslimen, konservativen religiösen Praktiken, islamistischem Extremismus und britischem Staatsrecht. Das ist analytisch schlecht. Wenn man berechtigte Kritik an frauenfeindlichen Praktiken in bestimmten religiösen Kontexten hat, sollte man diese sauber benennen. Die Kalifat-Erzählung macht daraus eher eine pauschale Zivilisationsbedrohung. Drittens erzeugt das Narrativ eine politische Frontstellung, in der fast jede Auseinandersetzung über Migration, Multikulturalismus oder Religionsfreiheit als Teil eines Endkampfs um die westliche Zivilisation erscheint. Das kann reale Missstände zwar emotional sichtbar machen, macht aber eine vernünftige Politik oft schwerer, weil es zwischen Reform, Integration, Kontrolle und Alarmismus nicht mehr unterscheidet. Viertens ist es bemerkenswert, dass Keen schon länger sehr scharf über den Hijab und Islam spricht; das passt zur Beobachtung, dass ihre Politik längst nicht mehr nur geschlechterrechtlich ist, sondern in einen breiteren anti-woken, anti-multikulturalistischen Kulturkampf übergeht. [ Seitenanfang ]
[ antworten ] Dinge die man so mal gemacht hat (857.49 Kb, 1024 x 1024) 1762468518735.png Anonymous 06.11.25 (Do) 22:35 Nr.37 Anonymous 06.11.25 (Do) 22:35 Nr.37 hat mal halt so mal gemacht 5 Posts mit 1 Bild nicht angezeigt. mehr... >> Anonymous 23.11.25 (So) 21:10 Nr.64 (471.15 Kb, 1170 x 2532) 1763932235461.png >>62 >> Anonymous 06.12.25 (Sa) 00:33 Nr.91 (925.67 Kb, 1200 x 800) 1764981204828.jpg >> Anonymous 06.12.25 (Sa) 00:33 Nr.92 (851.28 Kb, 1200 x 800) 1764981228906.jpg >> Anonymous 03.04.26 (Fr) 10:58 Nr.137 (238.95 Kb, 1125 x 2436) 1775213921987.png >> Anonymous 03.04.26 (Fr) 11:29 Nr.138 >>137 [ Seitenanfang ]
[ antworten ] "Das wird man ja noch sagen dürfen" (69.66 Kb, 600 x 465) 1767370574560.jpg Anonymous 02.01.26 (Fr) 16:16 Nr.105 Anonymous 02.01.26 (Fr) 16:16 Nr.105 Antisemitische Cartoons, und warum sie antisemitisch sind. Vordergründig ist es eine Kritik am Vorgehen Israels in der Abgrenzung gegen arabische Wohnviertel, die aber als Auschwitz dargestellt werden. Israel/Juden werden indirekt als Nazis dargestellt. Hier wird keine sachliche Kritik an Israel geäußert, sondern ein moralischer Totalvergleich mit "dem Bösen" vorgenommen. Davidstern (Judentum) und Halbmond (Islam) stehen sich gegenüber. Es ist klar als Dämonisierung der Juden zu werten und somit klarer Antisemitismus. Das Bild stammt aus der iranischen "International Holocaust Cartoon Competition", die es seit 2016 gibt. https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Holocaust-Karikaturen-Wettbewerb 2 Posts mit 2 Bildern nicht angezeigt. mehr... >> Anonymous 02.01.26 (Fr) 16:39 Nr.108 (206.14 Kb, 1080 x 1080) 1767371979287.jpg Polizisten nehmen einen "pro-palästinensischen" Demonstranten fest, zeigen diesem einen Dienstausweis der Gestapo. Diese populäre Karikatur des brasilianischen Zeichners Carlos Latuff ist ebenfalls als Antisemitismus zu werten: auch hier wird keine sachliche Kritik geäußert, sondern USA/Israel werden pauschal moralisierend als das Böse (Nazis) dämonisiert. Die Gestapo (geheime Staatspolizei) bekämpfte zwischen 1933 und 1945 Gegner des nationalsozialistischen Regimes, häufig auf brutale Art und Weise. https://de.wikipedia.org/wiki/Carlos_Latuff https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei >> Anonymous 02.01.26 (Fr) 16:59 Nr.109 Die Karikaturen lassen sich den Zeichner vermutlich kurz moralisch gut fühlen – aber sie machen die Welt dümmer: sie ersetzen Fakten durch Nazis. >> Anonymous 02.01.26 (Fr) 17:38 Nr.110 (279.71 Kb, 800 x 800) 1767375519598.jpg Dieser Sticker klebt in Nordneukölln an Straßenlaternen und Parkscheinautomaten und ist auf den ersten Blick klarer Antisemitismus. Er zeigt zwei eingezäunte sargförmige „Gehege“: oben steht „AUSCHWITZ“ mit Hakenkreuz-Flagge, unten „GAZA“ mit Israel-Flagge. Die Bildaussage ist: Gaza = Auschwitz bzw. Israel = Nazis. Das ist nicht „nur harte Israel-Kritik“. Es ist eine Gleichsetzung mit dem zentralen Symbol des industriellen Judenmords – dadurch wird die Shoah instrumentalisiert und die Diskussion auf „absolutes Böses“ umgestellt. >> Anonymous 02.04.26 (Do) 18:27 Nr.132 (54.31 Kb, 1024 x 768) 1775154457305.jpg >> Anonymous 02.04.26 (Do) 22:59 Nr.136 >>132 ♥ ♥ ♥ [ Seitenanfang ]
[ antworten ] (4.22 Mb, 4032 x 3024) 1775155194781.jpg Anonymous 02.04.26 (Do) 18:39 Nr.133 Anonymous 02.04.26 (Do) 18:39 Nr.133 >> Anonymous 02.04.26 (Do) 18:45 Nr.134 (1.37 Mb, 2400 x 2017) 1775155506451.jpg >> Anonymous 02.04.26 (Do) 18:46 Nr.135 >>133 wer war Sly Dunbar??! [ Seitenanfang ]
[ antworten ] Screams Before Silence (135.15 Kb, 264 x 377) 1774099273351.png Anonymous 21.03.26 (Sa) 13:21 Nr.125 Anonymous 21.03.26 (Sa) 13:21 Nr.125 Warnung: Screams Before Silence ist ein Dokumentarfilm von Sheryl Sandberg, der die sexuelle Gewalt während der Massaker vom 7. Oktober 2023 dokumentiert. Der Film enthält explizite Zeugenaussagen und Filmdokumente. >> Anonymous 21.03.26 (Sa) 13:22 Nr.126 (YouTube, 320 x 180) YouTube ▶ https://youtu.be/zAr9oGSXgak?si=WBOSmavfQNGsiwmS >> Anonymous 22.03.26 (So) 02:12 Nr.127 Warnung: Sheryl Sandberg ist eine amerikanische Geschäftsfrau und die ehemalige COO von Meta. >> Anonymous 22.03.26 (So) 16:10 Nr.130 >>127 sind deshalb Zweifel an den Aussagen angebracht? Soll das bedeuten, dass hier geschummelt wurde? Dass amerikanische Geschäftsfrauen nicht vertrauenswürdig sind? Insbesondere wenn sie mal für Meta gearbeitet haben? Dass Zuckerberg mit Trump rumhing und daher der Film gar eine Trump-/MAGA-Propaganda ist? Schau den Film an, er spricht für sich. Wer hier interviewt spielt keine wesentliche Rolle. Es wird eines klar: dass die westliche Welt und internationale feministische Organisationen einschließlich UN Women versagt haben. Anfangs kein Wort zu den Vergewaltigungen und Verstümmelungen, später Zweifel an den Tatsachen, erst sehr viel später Anerkennung, dass es sexualisierte Gewalt überhaupt gab. Weil es hier um Jüdinnen geht? Deshalb ist der Film auch ein so wichtiges Dokument. [ Seitenanfang ]
[ antworten ] Die lustigen Musikanten (YouTube, 320 x 180) YouTube Anonymous 11.03.26 (Mi) 21:09 Nr.119 ▶ Anonymous 11.03.26 (Mi) 21:09 Nr.119 https://youtu.be/0Ssi-9wS1so?si=BzMhoDoSHHXk_bSB >> Anonymous 11.03.26 (Mi) 21:13 Nr.120 >>119 Angine de Poitrine = Angina pectoris Wiki weiß: Die Angina pectoris (AP, lateinisch für „Brustenge“, von angor „Beklemmung, Angst“, und pectus „Brust“; auch Stenokardie)[1][2] ist ein anfallartiger Schmerz in der Brust, der durch eine Durchblutungsstörung des Herzens typischerweise im Rahmen einer koronaren Herzkrankheit (KHK) ausgelöst wird. Meist beruht diese auf einer Engstelle eines oder mehrerer Herzkranzgefäße. Angina pectoris ist somit ein Symptom bzw. die Bezeichnung für die klinischen Symptome einer akuten Koronarinsuffizienz. Medikamente zur Behandlung der Angina pectoris werden als Antianginosa bezeichnet. [ Seitenanfang ]
[ antworten ] Lyrik und Prosa (363.13 Kb, 1456 x 2520) 1770577501993.jpg Anonymous 08.02.26 (So) 19:05 Nr.117 Anonymous 08.02.26 (So) 19:05 Nr.117 >> Anonymous 11.03.26 (Mi) 21:07 Nr.118 „Deutschland verrecke bitte“ ist eine klare Referenz an das Stück „Deutschland muss sterben“ der Hamburger Punkband Slime aus dem Jahr 1981. Das Stück endet mit „Deutschland verrecke, damit wir leben können!“ Das Slime-Stück wiederum ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem 1936 zur Zeit der Nazi-Herrschaft in Hamburg eingeweihten Denkmal für das Hanseatische Infanterieregiment Nr. 76, welches die Inschrift „Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen“ trägt. [ Seitenanfang ]
[ antworten ] Diskussion: Ursachen und Hintergründe des Antisemitismus (12.68 Kb, 300 x 168) 1766328336262.jpg Anonymous 21.12.25 (So) 14:45 Nr.101 Anonymous 21.12.25 (So) 14:45 Nr.101 https://www.ca-ira.net/verlag/leseproben/postone-deutschland_lp/ Moishe Postone beschreibt die westdeutsche Debatte nach der Ausstrahlung der TV-Serie Holocaust als von einer Antinomie geprägt: Liberale und Konservative rücken die Judenvernichtung ins Zentrum, um einen totalen Bruch zwischen „Drittem Reich“ und Bundesrepublik zu markieren, während Teile der Linken den Nationalsozialismus vor allem funktional als Herrschafts- und Krisenform des Kapitalismus deuten und den Antisemitismus dadurch als Randmoment behandeln. Beide Perspektiven verfehlen laut Postone die innere Verbindung von Antisemitismus und Nazismus, weil sie modernen Antisemitismus überwiegend als Vorurteil bzw. Sonderfall von Rassismus auffassen und damit analytisch entkoppeln. Postone verbindet diese Kritik mit einer Diagnose von Verdrängung und Identifikationspolitik in der Nachkriegs- und Neuen Linken, sichtbar u.a. im emotional aufgeladenen Antizionismus nach 1967. Im theoretischen Kern entwickelt er eine marxsche Fetisch-Interpretation: Antisemitismus personifiziere die als abstrakt, unsichtbar und allmächtig wahrgenommene Wertdimension kapitalistischer Vergesellschaftung im „Juden“ und formiere so einen verkürzten Antikapitalismus, der das Konkrete (Industrie/Technik) schont und das „Abstrakte“ zerstören will. Auschwitz erscheint dabei als „industrielle“ Negation: eine Fabrik zur Vernichtung der Personifikation des Abstrakten. >> Anonymous 02.01.26 (Fr) 17:56 Nr.111 (YouTube, 320 x 180) YouTube ▶ https://youtu.be/91PqJKV4tT0?si=DIceN9P89VIXsZMt Mohammed Amin al-Husseini war "sechzehn Jahre lang das religiöse Oberhaupt der palästinensischen Muslime, dreißig Jahre ihr politischer Führer und zeitweilig der wichtigste Repräsentant der arabischen Welt. Nicht nur seine Fähigkeit, Massen anzusprechen, ließ ihn schon zu Lebzeiten zu einer Legende werden, sondern ebenso seine Skrupellosigkeit im Umgang mit politischen Kontrahenten sowie seine ideologische Stringenz: El-Husseini blieb Zeit seines Lebens glühender Antisemit." ... "Ob es um den Islamismus geht, um die nackte Gewalt gegenüber anders denkenden Palästinensern oder um einen islamisch geprägten Antisemitismus: Wir haben es in jedem dieser Fälle mit Hinterlassenschaften des Mufti zu tun." https://opendata.uni-halle.de/bitstream/1981185920/109965/29/787610283.pdf >> Anonymous 02.01.26 (Fr) 18:49 Nr.115 (81.81 Kb, 900 x 600) 1767379791889.jpg Auf dem Hamas-Stirnband steht oben das muslimische Glaubensbekenntnis: „Es gibt keinen Gott außer Allah, Mohammed ist der Gesandte Gottes“. Unten steht rechts in etwa Brigade und links der Name des syrisch-muslimischen Proto-Terroristen Izz ad-Din al-Qassam, also zusammen in etwa "Quassam-Brigaden". Ziel der Hamas ist die Zerstörung Israels und die Errichtung eines islamistischen Gottesstaates. https://de.wikipedia.org/wiki/Hamas https://de.wikipedia.org/wiki/Izz_ad-Din_al-Qassam https://www.bpb.de/themen/islamismus/dossier-islamismus/36358/antisemitismus-und-antizionismus-in-der-ersten-und-zweiten-charta-der-hamas/ >> Anonymous 02.01.26 (Fr) 18:51 Nr.116 (130.58 Kb, 1920 x 1080) 1767379871430.jpg >>115 [ Seitenanfang ]